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Anzeiger zum Zentralblatt der Bauverwaltung, Nr. 8 (1925) Page 36
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1925 Anzeiger
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36 Anzeiger zum Zentralblatt der Bauverwaltung Nr. 8

IV. Plastische Luxfer-Kristalldecken.

Vorerwähnte Luxfer-Elektroverglasung wurde später in künstlerischer Beziehung unter Förderung namhafter Baukünstler weiter ausgebildet. Indem die Gläser plastische Formgestaltung erhielten und in dieser Weise plastisch wirkende Kristalldecken von der einfachsten bis zu der reichsten Ausführung geschaffen wurden.
Diese Kristalldecken haben den großen Vorzug, daß sie des Abends, also bei Beleuchtung des Raumes, nicht wie die bisherigen gemalten Glasdecken oder Bleiverglasungen eine tote schwarze Scheibe bilden, sondern infolge der Plastik und deren Lichtreflexen im Glase lebendig wirken, wodurch die umgebende Architektur auch zur Abendzeit einen raumbegrenzenden, körperlichen Abschluß erhält.

V. Glas-Eisenbeton-Konstruktion
„System Keppler”.

Auf dem Gebiete der lichtdurchlässigen Fußboden und Wände wurde ein weiterer größerer Fortschritt erzielt, indem an Stelle der bisheriger schmiedeeisernen oder gußeisernen Tragekonstruktion der armierte Beton dienstbar gemacht wurde. Die Oeffnungen in diesem armierten Betongerippe wurden mit Luxfer-Prismen geschlossen, deren Seiten so ausgebildet sind, daß sie dieses Betongerippe ummanteln.
Luxfer-Gitterfenster
VI. Luxfer-Gitterfenster.


Plastische Luxfer-Kristalldecke
IV. Plastische Luxfer-Kristalldecke.

größeren Billigkeit und Haltbarkeit, da keine Eisenteile dem Rosten und damit der unmittelbaren Zerstörung ausgesetzt sind; es erübrigt sich jeder Anstrich und vereinfacht die Bauweise.
Diese Glasbetonkonstruktion mit ihrem geringen Wärmeverlust, der sicheren Begehbarkeit und bester Lichtzerstreuung sind berufen, seht häufig an die Stelle der bisher üblichen Dachoberlichte, der sogenannten kittlosen Glasdächer, zu treten.

VI.

Für den modernen Fabrikbau und speziell seine Fensterflächen sind die sogenannten Luxfer-Gitterfenster von Bedeutung. Sie bestehen aus armierten Betonrahmen, und zwar aus Einzelrahmen, die, maschinell hergestellt, sofort auf der Baustelle versetzt werden. Gegenüber hölzernen und eisernen Fenstern, die von Facharbeitern erst nach Maß angefertigt werden müssen, besitzen die Luxfer-Gitterfenster durch ihre Form und ihr System die größeren Vorzüge der billigeren, vereinfachten und schnelleren Bauweise, durch ihr Material solche der größeren Haltbarkeit, Lebensdauer und geringerer Reparaturen.
Durch die eigenartige Formgestaltung der Glasfüße wurde erreicht, daß die Glasfüße das Betongerippe nicht bloß verdecken, sondern auch unsichtbar machen, die Decke also von unten gesehen als eine einheitliche kassettenartige Glasdecke wirkt und neben höchster ästhetischer Wirkung von nicht zu übertreiiender Lichtwirkung und Lichtzerstreuung ist.
Umfangreiche Belastungs— und Brandproben haben die außerordentliche Tragfähigkeit wie auch Feuersicherheit dieser Konstruktion ergeben.
Mit dieser Konstruktion sind dem eigenlichten Glasbau neue Wege gewiesen und neue Möglichkeiten geschaffen. Diese Erfindung, ist das geistige Eigentum des Herrn F. L. Keppler und diese Konstruktion als Glasbetonkonstruktion „System Keppler” bezeichnet und bekannt. Diese Konstruktion findet ausgedehnte Anwendung für alle Arten von Oberlichten in Fußböden, Decken und Dächern, und für Fenster in Außen- und innenwänden als Glasabschlüsse von größter Lichtdurchlässigkeit, Festigkeit und Feuersicherheit.
Eine Weitere kombinierte Glasbetonkonstruktion, beider die tragenden Betonrippen allerdings sichtbar bleiben, kommt neuerdings zur Anwendung und trägt den Zeit- und teueren Materialverhältnissen Rechnung. Diese kombinierte Glasbetonkonstruktion besitzt aber gegenüber Oberlichten alter Systeme und namentlich solchem in schmiedeeiserner Konstruktion den großen Vorzug der
Luxfer-Schiffsprismen
VII. Luxfer-Schiffsprismen.

VII. Luxfer-Schiffsprismen.

Eine besondere Art von Luxfer-Gläsern ist bestimmt für alle Arten der im Schiffsbau zur Verwendung kommenden Decksgläser. Außer den vorerwähnten Spezial-Glaskonstruktionen werden von